Bericht zum Trauermarsch in Remagen
22.11.2009 | Aktionsgruppe Rheinland (AG-R)
Am 21. November fand in Remagen (Rheinland-Pfalz) ein Trauermarsch statt. Grund dafür ist der grausame Mord an hunderttausenden Deutschen auf den Rheinwiesenlagern, welche nach Kriegsende errichtet wurden. Einziges Ziel war die systematische Tötung deutscher Volksgenossen, durch alliierte Lager, in denen Kriegsgefangene unter Menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten wurden. Teilweise gab es tagelang keine Nahrung und inhaftierte mussten unter freiem Himmel schlafen, weil die Alliierten die Ausgabe von Zelten verboten haben.
Etwa 200 - 250 Teilnehmer, darunter zahlreiche aus dem Rheinland, fanden sich gegen 12 Uhr am Bahnhof in Remagen zusammen. Nachdem Aufstellung genommen wurde, ging es etwa 2 Kilometer bis zur ersten Zwischenkundgebung. Hier sprach ein Zeitzeuge, welcher als Leutnant der Wehrmacht nach Kriegsende in den Rheinwiesenlagern inhaftiert wurde und mit seiner Rede einen bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden hinterließ. Weiterhin sprachen 2 regionale Redner, wobei ein älterer Herr den Unmut der Justizvertreter erzeugte, die seine Rede als Grund für strafrechtliche Untersuchungen nahmen. Hier wurde wieder einmal eine Nachhilfestunde in Sachen bundesrepublikanischer Demokratie gegeben.
Der Rückweg zum Bahnhof verlief über die gleiche Strecke wie bereits der hinweg, auch hier kam es zu keinen Störungen seitens der Staatsmacht – welche sich den gesamten Tag über im Hintergrund hielt – oder antifaschistischer Störer, die nahezu nicht vorhanden waren. Kurz vor Ende kam es zu einer weiteren Zwischenkundgebung, bei der die Bürger von Remagen nochmals über die geschichtliche Vergangenheit ihrer Stadt aufgeklärt wurden.
Die insgesamt gut organisierte und störungsfrei durchgeführte Veranstaltung wurde anschließend am Bahnhof beendet und alle Teilnehmer traten ihre Heimreise an.