Gemeinsamer jährlicher Besuch des Weihnachtmarktes
08.12.2009 | Aktionsgruppe Rheinland (AG-R)
Auch in diesem Jahr trafen sich wieder viele Aktivisten der Aktionsgruppe Rheinland, um gemeinsam einen Weihnachtsmarkt in Köln zu besuchen. Eine liebgewonnene jährliche Tradition.
Doch abseits von der Freude sich in geselliger Runde mit Kameraden zu treffen gab es nun nicht viel erfreuliches, da die Weihnachtsmärkte eben so immer weiter verkommen, wie der Rest unseres Landes. Eine überteuerte Fressbude reiht sich an die nächste, dazwischen noch ein Karussell und einige andere Stände an denen alles mögliche verkauft wurde, was man Menschen die in Weihnachtsstimmung sind so andrehen kann. Natürlich alles „Made in China“ und mit einem Preis, der vielleicht für handgefertigte Produkte aus deutschen Handwerksstuben angemessen wäre, aber nicht für billige, schlecht verarbeitete Massenware aus chinesischen Industriebetrieben.
So wie überall zeigten sich auch hier die Zeichen der Zeit. Nicht die Vorfreude auf Weihnachts- oder Julfest steht im Vordergrund und erst recht nicht die Nächstenliebe, welche so oft mit diesem Fest verbunden wird, sondern wie immer einzig und alleine der Profit.
Eine Zeit in die wir geboren wurden, in der andere Menschen nicht mehr als Mitmenschen wahrgenommen werden, sondern einzig und allein als Konsumenten und Konkurrenten, die es auszustechen und auszubeuten gilt. Kapitalismus in Reinform beherrscht unser Land und lässt Zusammenhalt und Menschlichkeit keinen Platz mehr.
Spendensammlern kann man nur noch nach genauer Inspektion der Organisation, für die sie sammeln, Geld geben und selbst dann kann man sich nicht sicher sein, dass es auch dort ankommt und nicht auf verschlungenen Wegen verschwindet.
Eltern können nicht mehr gemütlich mit ihren Kindern über den Weihnachtsmarkt spazieren, da sie förmlich erschlagen werden mit überteuerten Süßigkeiten, Speisen und Karussells, bis ihnen der letzte Euro aus der Tasche gezogen wurde.
Mit einem Fest der Familie und der Gemeinschaft hat Weihnachten, in der Öffentlichkeit und auch in den Wänden vieler Menschen, nichts mehr zu tun. Ebenso wie fast alle anderen Festtage wurde es immer weiter kommerzialisiert bis jede Bedeutung und Tradition ausgemerzt wurde und nur das übrig blieb, woran Kapitalisten Interesse haben: Weitere Tage im Jahr, die den Umsatz steigern, da Geschenke erwartet werden.
Die Freude an solchen Festen vergeht einem schnell. Deshalb sollte man sich nicht darauf einlassen sich von kultur- und volkslosen Kapitalisten auf maschinenartige Konsumenten reduzieren zu lassen, die an einprogrammierten Feiertagen all ihr Geld in die Geschäfte tragen.
Besinnt Euch auf unsere Kultur, unsere Tradition und auf die Werte für die unsere Feste einst standen und widersetzt euch deren Kommerzialisierung!
Zeigt den Kapitalisten, dass in uns mehr steckt, als Konsumenten, die sie ausbeuten können!
Wir sind ein Volk, wir feiern diese Feste seit Jahrtausenden, schon bevor es überhaupt ein Geldsystem gab!
Wir haben Werte und Traditionen, die sie nicht einfach ignorieren können, nur weil für sie einzig und allein ihr Kontostand ihren Wert ausmacht!
Zurück zu unseren Traditionen und der Freude an unseren Festen!